Montag, 24. November 2008

Ueberblick Hohoe: Wohnen und Arbeit










Ok, so lange die Bilder geladen werden, was bis zu 45 Minuten dauern kann, schreibe ich ein bisschen was dazu.

Meine Unterkunft ist in einer kleinen Wohnung aus zwei Zimmern, in denen ich mit zwei anderen jungen Leuten aus Deutschland zusammen wohne, wovon die eine sogar auch nak ist ... Hier koennt ihr das Haus mit unserem Brunnen, mein Bett und evtl. noch unser Bad sehen, falls ich das noch hochgeladen kriege ... Das ist das Haeuschen mit der blauen Tuer.
Wir werden zweimal am Tag mit Essen versorgt bzw. bekocht. Das Essen schmeckt lecker, aber alles ist ziemlich scharf, woran man sich erst mal gewoehnen muss. Jedoch macht mein Verdauungsszstem ganz gut mit bisher. Echt erstaunlich, was man alles aushalten kann, ich bin auch sehr erstaunt darueber, dass ich noch keinen Durchfall bekommen habe, denn eigentlich erwischt der hier erst mal jeden, der das Essen nicht gewoehnt ist ...
Dafuer hat mich jetzt trotz tropischer Hitze eine Erkaeltung oder so was in der Art erwischt. Ziemlich unangenehm bei diesen Temperaturen ...
Unser Bad, d.h. Dusche und WC sind in einem sparaten Bau, einmal quer ueber den Garten. Das Wasser wird aus dem Brunnen geholt und zum Duschen mit einer Kelle ueber sich geschuettet. Die Toilette ist auch ganz annehmbar, aber nichts fuer pingelige Leute. Ich werd das jetzt hier nicht genauer ausbreiten, wie das hier so laeuft ...
Ist ganz interessant zu erfahren, wie man selbst mit solchen Dingen umgeht oder wo die eigenen Grenzen sind oder wie es ist, ueber sie hinauszutreten, wenn man muss...

Die Arbeit teilt sich folgendermassen auf: Jeden Tag sind wir ab ca. 13 Uhr im Kids Corner. Die Kinder treffen um 14 Uhr ein. Es gibt dort 3 verschiedene Altersklassen. 2 mal die Woche kommen die Klassen 1 bis 3 und 2 mal die Woche die Klassen 4 bis 6. Freitags kommen die Jugendlichen der Junior High School, das sind die aeltesten.
Mit den Kindern wird englisch lesen geuebt, dann englische Wortspiele oder Aehnliches gemacht, gebastelt oder gemalt. Ziel des Ganyen ist, dass die Kinder englisch ueben und betreut werden. Was echt total schoen ist, die Kinder kommen total gern zu uns, sie sagen das auch oder schreiben es auf und kommen damit zu uns, sie sind auch so dankbar fuer alles, auch wenn man ihnen nur beim lesen zuhoert.
Montags, Mittwochs und Freitags sind wir morgens in Sanko, einem kleinen Dorf neben Hohoe, wo wir in einer Schule bzw. einem Kindergarten mithelfen. Die Bilder mit den Kids drauf sind aus Sanko. Dort halten wir 1 bis 2 Stunden Unterricht, Ziel wieder, englisch lernen und ueben. Fuer die Kinder ist englisch wie fuer uns eine Fremdsprache, es gibt ueber 35 verschiedenene Sprachen in Ghana!!



Dienstags und Donnerstags gehen wir Volontaere in das Hospital und bringen den kranken Kindern Buecher zum Lesen oder etwas zum Malen.
Jetzt sind wir gerade daran, Weihnachten vorzubereiten, damit dies fuer die Kinder hier etwas Besonderes wird ...
Viele Kinder hier werden geschlagen oder haben nichts zu essen oder oder. Es ist gar nicht so einfach, das alles hinzunehmen mit dem Wissen, dass man daran einfach mal nichts aendern kann ... Vor allem das Schlagen. Wir koennen nicht einfach als Weisse den Einheimischen erzaehlen, sie sollen ihre Kinder nicht schlagen. Aber es zu sehen und nicht eingreifen oder nichts tun zu koennen, ist schrecklich, fast nicht auszuhalten und geht schwer ans menschliche Gewissen..

Das Wetter ist extrem heiss zur Zeit. Die Trockenzeit hat jetzt angefangen, es wird also kaum bis gar nicht mehr regnen und unser Wasser im Brunnen wird dann auch bald zu Ende gehen. Wo wir dann Wasser herbekommen, weiss ich auch noch nicht, wir werden sehen ...

Meinen ersten und wahrscheinlich letzten tropioschen Regen habe ich letzte Woche erlebt. Es hat geschuettet wie aus Kuebeln und danach war es wesentlich kuehler. Ansonsten kuehlt es hier eigentlich nie ab.

Kirche hier ist ganz nett. Mittwochs ist in einem Gemeindehaus, Sonntags in der Kirche, die aber etwas ausserhalb liegt. Morgens wird dann noch zusammen der Staub von den Banken gefegt. Jaqueline und ich wollen jetzt mit den Kindern dort einen Floetenchor aufmachen und auch einen Kinderchor. Mal sehen, wie das alles so hinhaut ...
Wir holen auch immer 3 Maedchen ab, deren Eltern nicht nak sind und sie deshalb ganz froh sind, dass sie mit uns gehen koennen.
Auch die Kirche ist, wie alles andere auch, anders als bei uns. Vieles ist gleich, klar, aber irgendwie ist auch vieles trotzdem ganz anders als bei uns. Alles ist irgendwie anders ...

So, jetzt habt ihr viele Infos bekommen. Die letzten paar Male lief das Internet irgendwie nicht, heute geht es zum Glueck, auch wenn ich fuer alles jetzt auch meine zwei Stunden gebraucht habe...
Jetzt geh ich dann mal wieder nach Hause, schade eigentlich, denn hier ist es dank Klimaanlage angenehm kuehl, aber das ist eben nur seltener Luxus.

Bis bald dann und liebe Gruesse an euch alle und viel Spass beim Lesen!

Katrin


Hier noch ein cooles Bild: Geier, die im Fluss am Markt nach Fressen suchen ...

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Danke für dieses ausführliche Update!!